Die zweiundsechzigste Ausstellung: Andreas Titzrath AUF!AUF!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Grafiker und Maler Andreas Titzrath, Absolvent der Folkwang Schule für Gestaltung, stellt ab 10. Februar 2017 seine typischen Portraits aus, die an die klassische Ölmalerei erinnern aber nicht in bekannter Manier jemanden abmalen. Titzrath eifert nicht den großen Vorbildern aus der Kunstgeschichte nach, die insbesondere in der Renaissance, aber auch im Barock und bis in die Neuzeit das Individuum abbilden und in der vorteilhaftesten Pose darstellen. Seine Köpfe sind feinfühlig gemalt und gekonnt proportioniert dort angesiedelt, wo das Typische herausgearbeitet wird und dabei auch das Unvollkommene und Eigenwillige gezeigt wird. Stets geht er respektvoll an die Arbeit, stellt typisches heraus und geht bis zur Maske oder Fratze, wenn es die Ausdruckskraft verlangt. Er verzeichnet nicht, er öffnet dem Betrachter die Augen für das Wesentliche im Allgemeinen und Individuellen im Besonderen. Die farbige Anlage der klein-formatigen Gemälde ist mal dem Tafelbild ähnlich, mal der akribischen Malerei des Barock entlehnt und dann auch in expressionistischer Pinselführung der modernen Malerei verpflichtet. Eine klare Zuordnung zu einem bestimmten Stil verbietet sich seiner unverwechselbaren Handschrift. Es sind keine Auftragsarbeiten, in denen sich der Auftraggeber verewigen lassen will sondern Auseinandersetzungen mit der Verschiedenartigkeit des menschlichen Antlitz, das neben der formalen Ausprägung insbesondere von der Farbgebung und Auftragstechnik der Farbe seine Kraft erhält.

Der Künstler reduziert die Abbildung der Person auf das Kopfstück und lässt dabei auch die äussere Form gelegentlich mit dem Hintergrund bzw. Umfeld verschmelzen; er verzichtet in der Regel auf die Haare, eine Frisur scheint zur Typisierung überflüssig. Unser Erfahrungssehen geht über das Dargestellte hinaus und lässt so die individuelle Interpretation in vorgegebenen Bahnen agieren. Es passiert eher unbewusst und wäre eigentlich nicht nötig, weil die vielschichtige Malerei “im Untergrund” fast alle Variationen offenbaren würde, könnten wir Schicht um Schicht freilegen. In der Ölmalerei ist diese Plastizität weit verbreitet und ermöglicht eine Oberflächenstruktur die das Motiv vielfach unterstützen kann und zu interessanten Licht- und Schattenwirkungen führt. Darüber hinaus haben die Unterschichten Einfluss auf die Farbmischung, je nachdem wie lasierend aufgetragen wird und welche Stellen bewusst durchscheinen sollen bzw. ausgespart sind. Im Malprozess entstehen so in den Gesichtern Strukturen, die eine faszinierende Ausdrucksintensität zeigen. Dem Künstler gelingt so eine Patina, die er selbst -etwas Augen zwinkernd- als Salbe (oder Schminke) für den letzten Ausdruck bezeichnet.

Wir laden Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zur Ausstellungseröffnung ein.       Uje Fenger

Finissage am 27. Januar: Fabian Bohnmann

Künstlergespräch zwischen Professor Johannes Brus und seinem Meisterschüler Fabian Bohnmann zum Abschluss der Ausstellung AUFLEBEN am Freitag, den 27.01.2017 von 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr in der Galerie. Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen!

GALERIE AUF                             Steeler Straße 330                              45138 Essen

Bitte beachten Sie die neue Ausstellung ab 03. Februar 2017

Die 61. Ausstellung: AUFNordhalbenKurs

Sie werden sich erinnern: am 08.Januar 2016 ist in der ersten Nordhalben-Ausstellung das Projekt von Künstlerinnen und Künstlern in Zusammenarbeit mit der Galerie AUF vorgestellt worden. Nordhalben, ein idyllisches Dorf in Franken, tritt durch aktive Bürgerinnen und Bürger in eine Kooperation mit der Essener Kontaktgruppe ein und begründet eine Zusammenarbeit, die in erster Linie der Kunst verpflichtet ist.

Im Sommer 2016 arbeiten die auf der Einladungskarte namentlich genannten Künstlerinnen und Künstler in Nordhalben, beschicken eine Ausstellung im Max-Haus und verabreden eine enge Zusammenarbeit. Dieses Haus wird zum Künstlerhaus umgewandelt und für die Bedürfnisse von künstlerischer Arbeit hergerichtet. Nunmehr ist das Haus fast vollständig renoviert und erwartet  im Sommer 2017seine offizielle Einweihung. Eine große Hürde ist somit genommen und die Gemeinde Nordhalben, bisher bekannter Erholungsort für Naturliebhaber, hat ein Gebäude für Kunst und Kultur, das in vielfältiger Weise genutzt werden soll. Die Essener Künstlerinnen und Künstler werden jährlich im Künstlerhaus Nordhalben arbeiten und wünschen sich, dass weitere interessierte Menschen, Künstler oder Urlauber, den Ort besuchen.

Unsere Ausstellung will Ihnen einen Einblick in die breit gefächerten Möglichkeiten geben und über das Programm und die Nutzung des Hauses informieren; eine Auswahl der dort entstandenen Arbeiten wird in der GALRIE AUF in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler zu sehen sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und stehen Ihnen für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Sie haben heute schon die Möglichkeit sich vorab auf der Internet Seite www. künstlerhaus-nordhalben.jimdo.com zu informieren. Herzlichen Dank.

Mit freundlichen Grüßen (für die Essener Gruppe)  Uje Fenger

 

Die 60. Ausstellung: Fabian Bohnmann

Liebe Besucherinnen und Besucher der Galerie AUF

Ihnen einen guten Start ins Jahr 2017 und alles Gute, Gesundheit und viel Freude an der Kunst. Auch in diesem Jahr wollen wir Ihnen interessante Einblicke in das Schaffen unterschiedlicher Künstlerinnen und Künstler geben. Wir danken für Ihre Treue und erwarten Ihren nächsten Besuch am Freitag, den 13. Januar 2017 um 18:00 Uhr.

Die Galerie AUF freut sich, zum Jahresbeginn einen Künstler präsentieren zu können, der seit seinem Akademieabschluss vor gut zehn Jahren zahlreiche Ausstellungen beschickt hat und in seiner individuellen, scharfsinnig-phantasiereichen Malerei überzeugen kann. Die Ausstellungseröffnung ist durch eine Besonderheit gekennzeichnet, weil sich der Künstler mit seinem ehemaligen Professor von der Kunsthochschule Braunschweig - bei dem er Meisterschüler war – in der Galerie trifft. Professor Johannes Brus, der uns Essenern insbesondere durch seine Skulptur “Nashorn Tempel” (Standort am Autobahnkreuz Essen-Nord) bekannt ist, wird im Gespräch mit seinem “Schüler” und uns die Tendenzen der bildenden Kunst beleuchten und die spezifischen Schwerpunkte in Studium und “Künstleralltag” hinterfragen. Kunst im öffentlichen Raum ist nicht zuletzt durch die Aufstellung von “URANOS” von Markus Lüpertz vor wenigen Wochen auf dem Theaterplatz in Essen ein wichtiger Beitrag, der aber die Begegnung in Museen und Galerien nicht ersetzen kann, weil dort der Ort der kritischen Reflexion pointierter möglich ist. Die Galerie AUF versteht sich seit Jahren als ein Ort der Kunstausstellung und -vermittlung und als Beitrag zur Stadtteil- und Breitenkultur. Sie wird diesen “bescheidenen Weg” ausserhalb der “Hochkultur” in Museen und “Musentempeln” weiter beschreiten und Akzente setzen. Die Ausstellung AUFLEBEN mit Malerei von Fabian Bohnmann macht anschaulich, dass Kunst nicht nur ein erhabenes Erlebnis ist. Das Bild als Ergebnis dient der thematischen und theoretischen Auseinandersetzung.

Ich lade Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung ein und hoffe, dass das Gespräch zwischen “Meister und Schüler” für uns alle eine Bereicherung darstellen wird und zur Kommunikation miteinander einen Beitrag leistet.                   Ihr Uje Fenger, Galerie AUF

Die 59. Ausstellung: Adelheid Klipphahn-Kramer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adelheid Klipphahn-Kramer stellt zum zweiten Mal in der Galerie aus; diesmal KINDERBUCH-ILLUSTRATIONEN, die in ihrer fröhlichen Farbgebung und in den liebevollen Malereien gefällig ins Auge des Betrachters und insbesondere der Adressaten, den Kindern, fallen. Zu jeder Geschichte sind ihr treffsichere Visualisierungen eingefallen, die das Wesentliche der Geschichte “auf den Punkt” bringe … und dann der Text: phantasievoll gesetzt und in einprägsamer Sprache verdeutlicht er die Erzählungen, die als uralte Fabeln überliefert wurden; ein Mitmachheft und Anmerkungen für Erwachsene runden das Angebot ab.

Hier ein Ausschnitt aus “Die sprechende Höhle”:                                                       “Tagelang streifte ein großer Löwe hungrig durch den Urwald und kam an eine tiefe Höhle. Als er merkte, dass niemand Zuhause war, schlich er hinein und versteckte sich. Er wollte auf den Bewohner der Höhle warten, und ihn schnappen, wenn er die Höhle betrat. In der Höhle lebte für gewöhnlich ein aufmerksamer Schakal. Als der nun von seinem Tagesgeschäft zurückkam, entdeckte er am Höhleneingang die frischen Fußspuren des Löwen. Da er nicht sicher sein konnte, ob der Löwe schon fort war, begrüßte er die Höhle überschwänglich mit Worten und tat so, als ob er sich wundere, warum die Höhle seinen Gruß nicht erwidere und so still blieb … statt dessen antwortete der Löwe  …”

Zur Vernissage am Freitag, den 16. Dezember um 18:00 Uhr, werden der Autor, Robert Smajgert und die Künstlerin anwesend sein und weitere Textstellen zu Gehör bringen. Wir laden Sie sehr herzlich ein auch am Samstag oder Sonntag (4. Advent) zwischen 14:00 und 16:00 Uhr in die Galerie AUF zu kommen.

Selbstverständlich können Sie signierte Bücher erwerben.