Finissage zu Angéle, Fotografien von Simone de Paauw

Nach einer bemerkenswerten Vernissage und erfolgreichem Ausstellungsverlauf möchten   wir die Ausstellung von Simone de Paauw mit einer Finissage in der Galerie AUF am kommenden Freitag, den 23. Februar um 18:00 Uhr abschliessen.

 

Ein paar Erläuterungen zur Ausstellung “Angéle”:

Simone de Paauw möchte mit einer fotografischen Dokumentation etwas von ihrem Elternhaus bewahren, dass die Familie 1942 in Enkhuizen am Ijsselmeer bezog. Sie beginnt die Arbeitet Stillleben, im Laufe der Jahrzehnte ist immer etwas hinzugekommen, jedoch wurde nichts verändert; ihre 89-jährige Mutter Angéle verweigerte zunächst in die Fotografien einbezogen zu werden.

Nach gemeinsamen ersten Sichtungen der bisherigen Arbeiten änderte sich ihre Abneigung und willigte ein, Bestandteil der Dokumentation zu werden. Mehr und mehr findet sie Gefallen an der Zusammenarbeit. Das Ergebnis dieser Wandlung wird mit den Fotografien eindrucksvoll belegt.

Es entsteht ein vielfältiges fotografisches Porträt der Mutter über vier Jahre bis zum Alter von 93 Jahren, voller Anmut, Würde und Selbstbestimmtheit. Eine ungewöhnliche Arbeit von zwei starken Frauen!

Peter Lütkemeyer

Wir laden Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zur Finissage ein.

 

Wir dürfen Ihnen einen Artikel aus der WAZ/NRZ vom 14.02.2018 zur Kenntnis geben:

 

Die 74. Ausstellung: Simone de Paauw, Angèle

 Simone de Paauw,

eine Fotografin, die seit 40 Jahren hier in Essen lebt und arbeitet, gehört zu einer Gruppe von Lichtbildnern/innen, die sich mit der künstlerischen Fotografie auseinandersetzt und sich mit Intensität und Kreativität dem „komponierten Fotodokument“ widmet. Ihre Bilder sind meist in Themenbereiche eingebunden und zeigen Abbildungen von Menschen, Gegenständen oder Ausschnitte aus unserem Lebensumfeld in feinfühliger Sicht und differenzierten Tonwerten. In vielen Ausstellungen in Essen, Krefeld, Oberhausen, Xanten etc. hat Simone kontinuierlich Einblick in Ihre fotografische Kunst gestattet und stets große Resonanz gefunden. Sie ist als Mitglied im Essener Werkkreis Bildender Künstler/innen (WBK) und professionellen Fotovereinigungen anerkannte Expertin der künstlerischen Fotografie.

In den letzten Jahren arbeitet sie in Themenblöcken und zeigt hier in der Galerie AUF ihre fotografische Dokumentation „Angèle“, eine Bilderfolge, die sich mit dem Alltagsleben ihrer alten Mutter beschäftigt; eine fotografische Begleitung über mehr als drei Jahre mit vielen Zeitdokumenten, von denen eine Auswahl sowohl im vorliegenden Fotoband als auch hier an den Wänden zu sehen sind. Durch sensible Beobachtung des Alltagslebens einer alten Dame ist ein Dokument der individuellen Lebensgestaltung für uns einzusehen, dass durch Respekt, Würde und Authentizität gekennzeichnet ist. Die besondere Akzentuierung eines Lebens im Alter, in gewachsener häuslicher Umgebung mit persönlicher stilistischer Ausgestaltung zeigt uns die Intimität mit zurückhaltender Offenheit als ein Dokument eines intensiven, selbstbestimmten Lebens.

Ich darf mich sehr herzlich bei Simone de Paauw für die vorzügliche Ausstellung bedanken und wünsche Ihnen Muße bei der Betrachtung der Exponate.

 Wir laden Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zur Vernissage am Freitag,            den 02. Februar 2018 um 18:00 Uhr in die Galerie AUF,   Steeler Straße 330    45138 Essen-Huttrop, ein.

 

Die 73. Ausstellung AUFRUHR, Fotografien von Luise Flügge und Peter Lütkemeyer

Liebe Freunde der Galerie AUF, sehr geehrte Damen und Herren,

Seit fast 200 Jahren erlebt die Fotografie eine stetige Erweiterung ihrer Möglichkeiten, sowohl in technischer als auch in künstlerisch-ästhetischer Weise. Musste das „technische Medium“ seit seinen ersten Schritten in die Öffentlichkeit zunächst mit technischen Herausforderungen leben, zeigte sich mehr und mehr eine Perfektion in dem Festhalten des Moments bzw. der Wiedergabe der Wirklichkeit als Dokument des Augenblicks bis hin zur komponierten Bildgestaltung. Das Lichtbild wurde zum Experimentierfeld in den 20er Jahren des vorangegangenen Jahrhunderts und erfuhr u.a. durch Man Ray oder Moholy-Nagy gestalterische bis künstlerische Ausprägungen, die insbesondere durch die „subjektive Fotografie“ weiterentwickelt wurde, ihren gleichberechtigten Stellenwert neben Malerei, Zeichnung und Grafik.

Hier in Essen, dem Standort der Folkwang-Hochschule, prägte Otto Steinert (1915-1978), der wohl bekannteste Wegbereiter und Professor der Foto-Kunst, eine neue Generation von Fotografinnen und Fotografen. Durch seine künstlerischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse (fünf Gestaltungsstufen und vier Vollendungsstufen)
untermauerte er das Zusammenwirken der Einzelelemente zu einem vollendeten Ganzen, dass höchste künstlerisch-gestalterische Qualität zeigt und die Bedeutung des Fotografierenden würdigt.
In der Ausstellung in der Galerie AUF zeigen ein Lehrer (em.) und eine Studierende der Abteilung Fotografie der Folkwang Hochschule einige ihrer Arbeiten.
Wir laden Sie sehr herzlich zum Besuch der Ausstellung ein und freuen uns auf ihr Kommen zur Vernissage am Freitag, den 12. Januar 2018 um 18:00 Uhr.

Frohe Weihnachten und alles Gute für 2018

 

 Wir laden Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zur Finissage am Sonntag,            den 07.  Januar 2018  für 11:30 Uhr ein.                                

                                                                                               Galerie AUF und (km76)

Die 72. Ausstellung: km76

Alle Künstler/innen der Gruppe KM76 sind Meisterschüler/innen der Freien Akademie der Bildenden Künste in Essen, der fadbk, und zudem Preisträger des Essener Förderpreises, ausgeschriebenem vom Förderverein Freie Kunst (FVK) Essen e.V. Nach Abschluss des Studiums wurden die Künstler/innen von KM76 durch die Akademie (fadbk) für das 2014 neu gegründete Förderprogramm Gopea, gallery of pre-established art, vorgeschlagen und aufgenommen. Das Programm Gopea hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Künstlerinnen und Künstler, die innovativ und auf einem hohen Niveau arbeiten, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Dabei ist allen Gruppenmitgliedern gemein die Reduzierung auf wesentliche Ausdrucksformen, im Figürlichen wie im Abstrakten, die mit Mitteln der Malerei, Bildhauerei und Grafik Poetisches, Fragendes, aber auch Verstörendes evoziert. Das Thema der Ausstellung “Freilauf” stammt aus der Mechanik und kann verstanden werden als die Kraft, die ein Rad bis zu dem Moment antreibt, bis die Drehzahl der angetriebenen Kraft größer ist als der Antrieb selbst. An diesem Punkt löst sich die Verbindung selbständig und begibt sich in den Freilauf; der künstlerische Prozeß kann ähnlich gesehen werden. Die Galerie AUF freut sich sehr, den aussergewöhnlichen Zusammenschluss dieser Künstler/innen zu begleiten.

Karin Christoph setzt sich in ihrer Malerei mit eigenen zeichnerischen Vorlagen auseinander,  die sie in virtuoser, treffsicherer und eigenständiger Manier, auf der Suche nach dem wirkungsvollen Ausdruck, in immer neuer Bildqualität variiert. Dabei ist ihre Experimentierfreude nahezu grenzenlos und das Ergebnis für den Betrachter von großer Spannung und Aussagekraft, wobei die Gegenständlichkeit einen hohen Abstraktionsgrad erfährt. Flüchtige Strichsetzung und kompakte Flächenformen stehen in einem Spannungsfeld und werden durch neuartige Techniken und Materialien gesteigert.

René Dietle kommt von der Bildhauerei über die Architektur zu einer sparsamen, akzentuierten Formensprache, die mit den Grundformen spielt und seine zeichnerischen Qualitäten und räumliche Durchdringung in spannenden Liniengebilden offenbart. Wir erkennen durch scheinbar einfache Kombinationen das große Feld der dreidimensionalen Komposition. Diese Räumlichkeit erarbeitet der Künstler auch durch Konstruktionen in der Natur, wobei er unterschiedliche Materialien durch reduzierte Eingriffe formt, manipuliert und/oder kombiniert, dass daraus fragile Raumlinien/Raumerfahrungen entstehen, die oft hauchzarte oder fast schwebende Objekte bilden. Der Besucher durchschreiten und erlebt phantastische Konstruktion, die über die etablierte Bildhauerei weit hinaus gehen und auch die nutzbare Architektur erweitern. Leider hat die Galerie Auf kein ausreichendes Freigelände um Ihnen diese sinnliche Erlebniswelt präsentieren zu können.

Ana Gropp-Kondic zeigt einen kritischen Blick, der durch ihre Zeichnungsqualität und das Spiel von Freifläche, Kontur und Flächenfüllungen seine besondere Spannung erfährt. Oft sind ihre Grafiken von gesellschaftlichen Ereignissen dominiert und zeigen nicht nur den oberflächlichen Eindruck einer Szenerie sondern gehen zeitkritisch, sensibel und aufklärerisch mit den gesellschaftlichen Verhältnissen um; dabei sind viele aufrüttelnde Sequenzen nachvollziehbar, die auch anklagend verstanden werden können und viel soziale, menschliche und gesellschaftliche Tiefe zeigen. Der Betrachter wird durch die zeichnerische Wiedergabe Zeuge von oft versteckter oder offener Aktion, die durchaus von unserem Verständnis von einem menschlich-harmonischen Zusammenleben abweicht.

Claudia Knuth arbeitet in verhaltener Farbigkeit an Lebenssituationen und stellt die menschliche Gestalt in all ihren Stärken und Schwächen dar. In besonderer Weise leben die Visualisierungen von dem Mal- und Zeichenduktus und dem harmonischen Farbklängen in der Ausnutzung einer Farbrichtung durch feine Farbabstufungen und weichen Übergängen der Formen. Die Situationen, in denen ihre Menschendarstellungen agieren, sind Momentaufnahmen die aufgegriffen werden und im künstlerischen Prozeß eine Pointierung erfahren; festgehaltene Körpersprache wird erlebbar und weckt in uns Erinnerungen an erlebte Situationen positiver wie negativer Art.                    Uje Fenger