Die dreiundfünfzigste Ausstellung: Laura Flöter und Ute Schätzmüller

 

Im November/Dezember 2015 hat Ute Schätzmüller in der Galerie AUF malerische Arbeiten gezeigt, die durch ihre besondere Farbgebung an das Licht in der Dämmerung erinnern und die Formen erscheinen schemenhaft im Raum, eine konkrete Kontur wird meist nicht sichtbar. Das Dargestellte erinnert an Träume, die ihre eigene Bildsprache zeigen. Im Spannungsfeld von Vernunft und Gefühl nehmen uns die Bilder gefangen und lassen uns zwischen Sehnsucht und Realität einen Weg gehen, der nicht vorgegeben ist sondern durch das Dargestellte angestoßen wird. Die jetzt gezeigten Lithographien nehmen viele thematische Impulse ihrer Malerei auf und nutzen in der Wirkung die besondere Drucktechnik aus, wobei oft eine Kombination verschiedener Farbschichten und Grauwerte die besondere Ausdruckskraft erhöht. Feine Linienführungen begrenzen die Formen und konkretisieren die Figuren, die in einem Spannungsfeld zueinander und zum Bildraum komponiert sind. Menschenbilder, Tiere und Landschaft werden in einem irrationalen Raum und unbewusster Umgebung miteinander konfrontiert und eröffnen eine vielleicht märchenhafte Situation, die auch in den Bildern von Laura Flöter ausgemacht werden kann. Ob diese Situationen im Jetzt, der Vergangenheit oder in der Zukunft angesiedelt sind, bleibt unserem Gedanken überlassen, die durch die unterschiedlichen Gegenstände, Verfremdungen und/oder Collage-artigen Zusammenstellungen angeregt werden. Das Phantastische, Romantische oder auch Skurile wird in einer höchst spannenden Dramaturgie ins Bild gesetzt und findet sich auch in der schriftstellerischen Arbeit der Malerin wieder.

Zur Vernissage wird Frau Flöter aus ihren Veröffentlichungen lesen.