Die 69. Ausstellung: Petra Naumann, ZeitlAUF

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Galerie AUF,

heute darf Ich Ihnen eine Künstlerin vorstellen, die ihre Arbeit u.a. mit dem Satz “… ich teile und teile, bis Materie zerfällt …” beschreibt und damit einen Prozeß aufzeigt, der eng mit dem Prinzip des Zerfallens und Werdens verbunden ist und somit auch den Lauf des Lebens verdeutlichen kann. Einen Weg, der permanent in Bewegung ist und scheinbar nicht endet. Ihre künstlerischen Äußerungen spiegeln den Wohnort am Wasser wider. Weiden-, Buchen- und Eichenäste brennen sich als innere Bilder ein. Die Beobachtung von Zeitläufen und das Interesse an charakteristischen Naturformen treffen sich in verschiedenen Mischtechniken, von Papier über Holz und Acrylglas bis zu einem Mix aus verschiedenen Materialien. Die Faszination an der experimentellen  Arbeitsweise lässt verschiedene Werkgruppen entstehen.

Wir laden Sie und Ihre Freunde zu dieser spannenden Auseinandersetzung für Freitag, den 22. September 2017 um 18:00 Uhr herzlich ein.

Ende der Ausstellung am Freitag, den 06. Oktober 2017

Die 68. Ausstellung: Edelgard Stryzewski-Dullien, AUFgenäht

 

 

Ich zeige in der Galerie AUF Objekte und Installationen aus drei Arbeitsphasen. Die Wiederaufnahme des Zyklus FRAUENLEBEN bildet den ersten Teil. Er besteht aus Objekten, die sich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinandersetzen, historisch und aktuell.

Ich nähe und stopfe Stoffreliefs und kombiniere sie mit Fundstücken. Durch die  Zugabe eines Titels überlagern sich die Wirkungsebenen der genähten Körper mit der Vertrautheit der Gebrauchsgegenstände zu neuen Assoziationen. So wird zum Beispiel aus einer alten Kleiderschranktür, in die jetzt an der Stelle des Spiegels ein genähter Akt eingearbeitet ist, das Objekt “Beschränkte Zeiten”.

Im zweiten Teil zeige ich neue Arbeiten  zur mythischen Figur der LILITH. Hier setze ich mich mit der Rolle einer einzelnen Frau auseinander: Lilith ist in der jüdischen Überlieferung die erste Frau Adams, die einen Anspruch auf Gleichberechtigung entwickelt und deswegen verbannt und verflucht wird. Ich visualisiere Aspekt dieser Frau durch genähte Bilder, durch Kombinationen von Genähtem und Küchengegenständen oder durch veränderte Fundstücke.

Zwei Stoffreliefs zeigen Lilith und Adam nach dem Schöpfungsakt. Objekte aus Soßenschüsseln, Seiden- und Leinenflügeln visualisieren ihre fliegenden Töchter, Erstlingshemdchen aus der Türkei schützen Ultraschallbilder und entschleiern den über Jahrmillionen unsichtbaren Prozess der embryonalen Entwicklung.

Den dritten Teil der Ausstellung bildet die Rauminstallation PARKPLATZPOLKA. Hier geht es nicht um Rollenverständnis oder gesellschaftliche Problematik. Hier zeige ich ein visuelles Spiel mit  Wahrnehmungen, die Assoziationen hervorrufen, und eine Umsetzung in sinnlich haptisch Erfahrbares. Ich nehme Spuren von Parkplatzmarkierungen auf, hole sie aus der Abstraktion heraus und entwickle daraus vier figürliche Bahnen aus Wischgaze. Das ist ein  sehr durchscheinendes Material, das ich benähe, überlagere, ausschneide oder verdichte.

Diese lebensgroßen Tücher bilden eine begehbare Rauminstallation, in der sich die transparenten Bilder dem Betrachter wechselnde Perspektiven bieten. Damit öffnen sich Türen zu den eigenen Bildern im Kopf des Betrachters.

Edelgard Stryzewski-Dullien

 Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur Vernissage am Freitag,                    den 01. September 2017 um 18:00 Uhr in die Galerie AUF ein.                                                   

Uje Fenger

Die 67. Ausstellung: Susanne Herdick, AUFleben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kann man in der Stadt oder besser in der Natur aufleben? Was veranlasst uns, unsere Umwelt bewusst und zufriedenstellend wahrzunehmen? Diese und andere Fragen scheinen der Künstlerin Susanne Herdick seit ihrem Abschluss an der Folkwang-Hochschule zum malerischen Thema geworden zu sein. In den mehr als 30 Jahren kommen in der Grafik und Malerei, die als kreatives Produkt ihrer Arbeit in der Galerie AUF bestaunt werden können, immer neue Ausdrucksformen zur Visualisierung von Seheindrücken zu Bildern zum tragen. Mal denkt der Betrachter an impressionistische Malerei, mal drängt sich der Expressionismus nach vorne oder das Informell erwartet eine Geschichte aus der Fülle der Farben und Formen. Immer steht die individuelle Sicht der Künstlerin und ihr besonderer Blickwinkel, der eigenwillige Ausschnitt der dargestellten Vorlage, im Mittelpunkt ihrer Kompositionen. Mal sind es die Fülle der Blätter- und Blütenanordnungen, der Landschaften und Hinterhof- und/oder Straßenansichten im Stadtteil.

Der gekonnte Umgang mit Raum und Farbe, Helligkeit und Materialeigenschaften überzeugt und eröffnet einen Einblick in unsere Umgebung, der, durch die Pointierung im Bild, Gewicht gegeben wird; dabei setzt die Malerin verschiedene Maltechniken zur Steigerung der Wiedergabe einer meist abstrahierten Wirklichkeit ein. Die Ästhetik des natürlich Gewachsenen, des bewusst Gestalteten in Architektur und Landschaft wird aufgegriffen und weckt unsere Sinne zur Formulierung eines lyrischen Erlebens unsere Umgebung und der rhythmischen Spielart der Natur.

Wir laden Sie und Ihre Freunde zur Vernissage am 30. Juni 2017 um 18:00 Uhr sehr herzlich ein.

Die vierundsechzigste Ausstellung: Beate Gärtner AUFZEICHNUNGEN

AUFzeichnungen eines Weges, der in seiner Ganzheitlichkeit erfasst werden soll, ist die Thematik, die die Absolventin der HBK Essen-Kupferdreh, Beate Gärtner, in ihrer Examensarbeit künstlerisch umsetzt. Dabei geht es um das zeichnerische Festhalten einer Strecke durch Linien, die einmal in der Ebene, der Erfassung der zweidimensionalen Ausdehnung – so zu sagen als Draufsicht – und gleichzeitig, die Einbindung der dritten Dimension im Raum, der Höhe, genauer der Höhenlinien, als Ansicht der selben Wegführung. Wir sehen darüber hinaus die Punkte, an denen Richtungsänderungen in den drei Dimensionen festgemacht werden können und entwickeln dadurch das Raumbild der gezeichneten Strecke als visuelle Vorstellung. Der Betrachter sieht zwei Zeichenblätter mit Linien und Punkten, verbindet beide Blätter zu einem dreidimensionalen Ganzen. Ein natürlicher Prozess wird durch unser Erfahrungssehen zu einem Spaziergang aus den gezeichneten Informationen.

In der Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem, was beim Gehen an vergleichbaren Erfahrungen gemacht werden kann, wie die Bewältigung einer Strecke als Durchschreiten des Raumes bzw. der Natur oder die Anstrengung der Überwindung von Höhenunterschieden zielt zunächst auf das rein lineare Fortkommen, kann allerdings auch als individuelle Erfahrung erlebt werden, weil zwar die Wegstrecke als Linie vorgegeben ist, aber jeder von uns geringe Abweichungen nach rechts und links oder durch Schrittlänge und Gehtempo den eigenen Duktus der Linie bestimmt. Zum anderen wissen und erleben wir durch Gehen, Laufen oder Wandern um die persönlichen Bewältigungen von Distanzen und deren physischen und psychischen, mentalen und zeitlichen Besonderheiten.

Neben den Linienstrukturen auf der Fläche zeigen die Fädenkompositionen die Durchdringung des Raumes durch die Verbindung von Punkten in den drei Dimensionen; ein kurzes Video lässt uns das Voranschreiten erleben und zeigt das Bemühen, an der Ideallinie orientiert, voran zu kommen. Die Konzeption der Ausstellung zeigt das komplizierte System, welches hinter der banalen linearen Verbindung von Punkten stehen kann. Wir laden Sie herzlich zur Vernissage am Freitag, den 07. April um 18:00 Uhr ein und wünschen uns, dass Sie die Bereitschaft mitbringen, einen Weg zu gehen, der weit über das sichtbare Liniengerüst hinaus weist.

Zur Eröffnung spricht die Kunsthistorikerin Judith Brinkmann; am Samstag, den 08. April ist die Künstlerin zusätzlich von 16-18 Uhr zum persönlichen Gespräch in der Galerie. In den Schulferien (10.-21.04.2017) ist die Galerie geschlossen.

Ausstellung im RUHR TURM zusammen mit der Galerie artishocke

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der GALERIE AUF,

wie schon im Jahr 2016 veranstalten die Galerien artishocke und AUF im RUHR TURM eine gemeinsame Ausstellung. Zehn Künstlerinnen und Künstler zeigen Malerei/Grafik und Objekt/Skulptur im Foyer des markanten Gebäudes an der Huttropstraße/Ecke Ruhrallee. Wir wollen Ihnen durch die Ausstellung nicht nur einen bunten Frühlingsgruß übermittel, wir wollen auch neue Arbeiten der Damen und Herren zeigen, die in unseren Galerien schon Einzelausstellungen hatten bzw. haben werden. Lassen Sie sich von einem repräsentativen Ausschnitt der Kunstschaffenden begeistern und freuen Sie sich mit uns auf interessante Arbeiten und intensive Gespräche. Die meisten Künstler_innen werden zur Eröffnung anwesend sein; einführende Worte wollen Ihnen die ausgestellten Werke näher bringen und zur Diskussion anregen. Selbstverständlich sind die Arbeiten käuflich zu erwerben.

Wir erwarten Sie zur Vernissage am Freitag, den 24.03. um 19 Uhr oder am Samstag oder Sonntag zwischen 15-19 Uhr. Mit freundlichen Grüßen Rolf Struwe und Uje Fenger