Die 70. Ausstellung: Gefühle auf Papier

 

“Am Ende zählt der Mensch” – unter dieses Motto hat der am 14. Oktober 2017 zu begehende Palliativ- und Hospiz Tag seine Botschaft gestellt, die für jeden Menschen eine grundlegende Gesundheitsversorgung verlangt und das schließt Hospiz- und Palliativ- angebote ein.

Bilder von Menschen mit schweren Erkrankungen zeugen davon, dass oft Unaussprechliches mit Pinsel und Farbe zum Ausdruck gebracht werden kann, was die Patienten bewegt. “Meine Gefühle, die aufkommende Wut, die drängenden Fragen, alle Angst und Not , die mich begleiten – und dann wieder die aufkeimende Hoffnung, die nie so intensiv gespürte Freude an den kleinen Dingen, winzige Blüten, die aufgehen, aufbrechende Knospen an den Sträuchern, ein Lachen vor der Tür, ein spielendes Kind, die wundervollen Bilder der untergehenden Sonne … ” (Zitat eines Patienten)

Menschen mit schweren Erkrankungen werden oft überschwemmt von Gefühlen, Fragen, Ängsten, Sorgen. Sie auszudrücken reichen Wörter oft nicht aus. Diese Sprachlosigkeit zu überwinden, ist Auftrag und Anliegen einer Kreativtherapie. Sie hilft Patienten und Angehörigen, das “Unaussprechliche” mittelbar zu machen. Durch den gestalterischen Prozess werden Gefühle und Gedanken zu Papier gebracht, erhalten ihren Ausdruck: unmittelbar, echt und stark. So eröffnen sich oft neue Sichtweisen, zeichnen sich Lösungswege ab.

Wir danken den Patienten der Klinik für Palliativmedizin an den Kliniken Essen-Mitte, dass sie uns ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben. Sie wurden unter Anleitungen der Kreativ- und Traumatherapeutin Sigrid Bernard erstellt.

Diese Art der Therapie wurde möglich dank des Fördervereins Cape Diem – Verein zur Förderung der Klinik für Palliativmedizin und des Instituts für Palliative Care an den Kliniken Essen-Mitte e.V.

Mit großer Freude unterstütze ich dieses Vorhaben und danke allen Beteiligten für das Zustandekommen dieser Ausstellung. U. Fenger, Galerie AUF

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