Die siebzehnte Ausstellung: Alexandra Frohloff

Alexandra Frohloff · AUF DER SUCHE

Ausstellungseröffnung: 08.06.2012, 19 Uhr
Ausstellungsende: 29.06.2012

Pressemitteilung:
Die GALERIE AUF, Steeler Str. 330 in Essen Huttrop eröffnet am 08. Juni 2012 um 19:00 Uhr die Ausstellung Alexandra Frohloff · AUF DER SUCHE

Drucktechniken haben seit Jahrzehnten, besser seit Jahrhunderten, einen festen Platz im künstlerischen Schaffen. Der Siebdruck (Durchdruck), als vielleicht jüngste Technik, spätestens seit der Pop Art durch Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Victor Vasarely. Der Holzschnitt (Hochdruck) nicht zuletzt durch die Expressionisten oder H.A.P. Grieshaber. Die Lithografie (Flachdruck), der Steindruck, seit Alois Senefelder 1798 diese Technik erfand und sie im 19. Jahrhundert durch u.a. Henri de Toulouse-Lautrec zur weiten Verbreitung kam. Und – viel älter, auf die Zeit vor der Renaissance zurückgehend: der Kupferstich/die Radierung (Tiefdruck). Um nur einen genialen Künstler dieser Technik zu nennen, sei Albrecht Dürer genannt. Er benutzte die Technik zur Bild- und Text Erstellung. Hier soll nicht weiter auf die unterschiedlichen Druckverfahren eingegangen werden; Frau Alexandra Frohloff kann zur Eröffnung sicher zur Technik ihrer Arbeiten noch genaueres sagen, siehe auch:

Die ausgestellten Bilder sind aus zweierlei Blickwinkeln zu sehen: als eigenständiges Motiv und zum anderen als Einbindung der Bilder in den literarischen Kontext, als Illustration. Wir sehen eine zarte Behandlung der Druckplatte mit scheinbar zufälligen Linien, Spuren der Veränderung der Metalloberfläche durch ätzende Flüssigkeiten oder unterschiedliche Polierverfahren. Nebulöse, schemenhafte Wiedergabe als Spiel mit der Technik oder die bewusste Härte der Form als Gegensatz zur Grundfläche und Akzentuierung der Teilfläche. Das Spiel geht weiter, Texturen, Fakturen, Strukturen und Schraffuren lassen bekannte Bilder entstehen, die als “zufällige Spuren” von der Platte gedruckt wurden oder geben der Phantasie eine Anregung, die die Spuren zu bekannten bzw. erkannten Bildern zusammen fügt. Die Arbeiten sind einmal ohne die Kenntnis der Literaturvorgabe als eigenständige Visualisierung – wenn Sie wollen der Landschaft, des Himmels, von Wasser oder Stein, Personen oder Situationen – zu sehen und erfüllen auf der anderen Seite jene helfende Aktivierung der Sinne zur Konkretisierung einer Textpassage. Jedes Blatt hat eine Eigenständigkeit und ist zum zweiten ein Teil eines Zyklus, der kontinuierlich eine Visualisierung der Sprache, die persönliche Bildsprache als Ergänzung, Erweiterung oder Vorschlag bedeuten kann.

Die Galerie AUF lädt Sie und Ihre Freunde herzlich zum Besuch dieser Ausstellung ein. Öffnungszeiten der Galerie sind
Donnerstag von 16:00 bis 20:00 Uhr
Freitag von 16:00 bis 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung

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